Passgenaue Stellen gesucht

Langzeitarbeitslosen Menschen mit einer Schwerbehinderung wieder zu einem Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verhelfen, das ist das Ziel des vom vkm Hamm e. V. initiierten Arbeitsintegrationsprojektes MAIA. Damit dies gelingt, sucht der vkm große, mittlere und kleine Unternehmen und Betriebe, die den langzeitarbeitslosen Menschen eine Chance geben und sie in Teil- oder Vollzeit sozialversicherungspflichtig einstellen. „Wir freuen uns aber auch, wenn Betriebe Praktikumsplätze bereitstellen, damit unsere Teilnehmer erste Eindrücke von einem Beruf gewinnen können", betont Elisabeth Reitz, Geschäftsführerin des vkm.
Viele der Teilnehmer können aufgrund einer Erkrankung ihren vorherigen Beruf nicht mehr ausüben und sind auf der Suche nach einer Stelle, die ihre individuellen körperlichen Einschränkungen berücksichtigt. Wie etwa ein ehemaliger Berufskraftfahrer, der nach einem Herzinfarkt und aufgrund von hohem Blutdruck Stress vermeiden muss. Oder der ehemalige Bergmann, der jetzt einen Job sucht, in dem er abwechselnd stehen, sitzen und gehen kann.
Um die Defizite der neuen Mitarbeiter auszugleichen, erhalten die Arbeitgeber finanzielle Unterstützung in Form von Eingliederungszuschüssen vom Kommunalen JobCenter AöR Hamm. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Dauer der Beschäftigung, dem Alter des Teilnehmers und dem Grad der Schwerbehinderung. Die Übernahme der Kosten für einen angemessenen Arbeitsplatz ist ebenfalls möglich. Die Mitarbeiter des vkm beantworten potentiellen Arbeitgeber alle Fragen.
Angestrebt werden auch Kooperationen mit einzelnen Unternehmen. So unterzeichneten die Stadtwerke Hamm und der vkm im August einen entsprechenden Vertrag. Die unbefristete Kooperation beinhaltet konkret einen intensiven Informationsaustausch sowie eine Unterstützung der Gruppenangebote des Vereins durch Arbeitskraft aus den Reihen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke. Darüber hinaus soll einzelnen Gruppen des vkm die Teilnahme an Exkursionen wie etwa Betriebsbesichtigungen ermöglicht werden. „Für uns sind natürlich auch andere Kooperationen denkbar, die Ausbildungs- oder Arbeitsplätze beinhalten. Gerne beraten wir Arbeitgeber, die beabsichtigen, Arbeitsplätze integrativ zu gestalten", erklärt Elisabeth Reitz.

In dem neunmonatigen Arbeitsintegrationsprojekt MAIA werden rund 20 Teilnehmer geschult, damit sie nach einer längeren beruflichen Auszeit wieder fit für das Arbeitsleben sind. Auf dem Stundenplan stehen die Vermittlung von Persönlichkeits-, Sozial- und Alltagskompetenzen, aber auch Fachkenntnisvermittlung wie EDV. Stellensuche und ein umfangreiches Bewerbungstraining sind weitere Bestandteile. Parallel zum Unterricht wird ein persönliches Stärken- und Schwächenprofil erstellt, um passgenau einen Arbeitsplatz zu vermitteln. Durch die möglichst individuelle Beratung und Förderung der Teilnehmer soll der Wiedereinstieg in den Beruf gelingen.